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Vortrag am Pallotti-Institut - April 2010 |
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 Am 15. April 2010 fand der zweite Vortrag im aktuellen Studienjahr des römischen Pallotti-Institutes statt. Das Thema lautete: "Die priesterliche Formation am Beispiel der Klerikerversammlungen, die Pallotti organisierte". Zu Beginn unterstrich Referent P. Jan Kupka SAC, dass die priesterliche Formation eine ständige Erneuerung in Fragen des Glaubens innerhalb einer modernen Gesellschaft voraussetzt. Die Überlegungen zu diesem Thema stehen gerade im aktuellen Priesterjahr, das durch Studientage und Gebetsinitiativen gewürdigt wird, besonders im Blickpunkt. Seine Ausführungen sind in drei Schritte unterteilt: Die priesterliche Formation bei Pallotti, seine Initiativen, die Formation des römischen Klerus zu verbessern und die grundlegenden Gedanken Pallottis zur Formation des Priesters. Vinzenz Pallotti, selbst römischer Priester, bekräftigte der Referent, repräsentierte damals geradezu die typische Gestalt des römischen Priesters Mitte des 19. Jahrhunderts. Abschlüsse in Philosophie und Theologie, zehnjährige Praxis als Spiritual an der Sapienza. Pallotti war überzeugt, dass eine gute priesterliche Formation das Fundament für die Heiligkeit des Priesters und und dessen pastoraler Wirksamkeit legt. So sagte Pallotti: "es reicht nicht, dass der Kleriker heiligmäßig sei, er muss auch gelehrt sein" (OOCC I, p. 171). Sich bilden und sich bilden lassen waren für ihn die Weise Jesus Christus nachzufolgen, damit dieser "heranwachse und kräftig werde, erfüllt mit Weisheit" (vgl. Lk 2, 40). Pallotti setzte sich von Anfang seines Priesterlebens an, für die Bildung und Formation des Klerus ein. Unter seinen vielen Initiativen seien besonders die Marianische Messe und die wöchentlichen Versammlungen für die Priester genannt, die seit 1839 in der Kirche Santo Spirito dei Napoletani stattfanden. Diese beiden Initiativen waren gedacht zur Vertiefung der kirchlichen Lehre und zur spirituellen Erneuerung des Priesters. Das heißt, dass in den Vorschlägen Pallottis eine solide christologische Grundlage priesterlicher Bildung angedacht war, sprich sich weiterbilden um Christus nachzufolgen, und die Einbindung und das Mittun anderer Priester an der Verwirklichung seiner Initiativen.
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